China: Zwei starke Erdbeben im Süden von Yunnan – Insgesamt ein Toter und 21 Verletzte

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Wie bereits mehrfach in diesem Jahr hat am Abend ein starkes Erdbeben die chinesische Provinz Yunnan getroffen. Das Beben ereignete sich um 19.43 Uhr MEZ (02.43 Uhr Ortszeit, 6. Dezember) nordwestlich der Großstadt Pu’er. Der chinesische Erdbebendienst gibt vorläufig Magnitude 5.8 an, die Tiefe lag bei 9 Kilometern.
Bereits am 7. Oktober hat es in der Epizentralregion ein schweres Erdbeben gegeben, damals Magnitude 6.6, wobei ein Mensch ums Leben kam und mehrere hundert verletzt wurden. Die niedrige Bevölkerungsdichte in der Region Jinggu, sowie die relativ erdbebenresistente Bauweise mit Holz (statt Lehm) hat damals eine größere Katastrophe verhindert, dennoch wurden tausende Häuser zerstört.

Das heutige Beben hat höchstwahrscheinlich zu weiteren teils schweren Schäden geführt. Größere Unglücke, wie sie bei dieser Magnitude in Yunnan häufig verursacht werden, sind jedoch nicht zu erwarten.

Um 19.50 Uhr folgte ein weiteres Erdbeben, Magnitude 4.4, mit einer Tiefe von 5 Kilometern deutlich flacher.

Update 06. Dezember, 07.08 Uhr
Mindestens 7 Personen wurden infolge des Erdbebens leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht.
Das Beben lies mindestens 12 Gebäude einstürzen. Viele weitere wurden nach aktuellen Angaben beschädigt. Wie beim Hauptbeben vor 2 Monaten gab es auch nun verbreitet Erdrutsche, die Straßen, Brücken und Eisenbahnlinien teilweise zerstörten. Helfer versuchen zur Zeit, noch intakte Verbindungen von Geröllmassen zu befreien, um in die Epizentralregin vordringen zu knnen.

Update 11.30 Uhr
Vor wenigen Minuten ereignete sich ein weiteres starkes Erdbeben in Yunnan. Magnitude 5.9 wird vom chinesischen Erdbebendienst vorläufig angegeben. Das Epizentrum ist identisch mit dem der vorangegangenen Beben. Neue Schäden sind wahrscheinlich.

Update 12.40 Uhr
Beim neuen Erdbeben gab es wie erwartet neue Gebäudeschäden. Zudem wurden mindestens zwei Personn verletzt. Darunter auch ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes, der nach dem gestrigen Erdbeben angereist ist.

Update 13.31 Uhr
Das zweite Beben hat offenbar schlimmere Auswirkungen als das gestrige. Chinesische Medien melden den Tod eines Schülers, der von einer einstürzenden Mauer getroffen und tödlich verletzt wurde. Mindestens zwei weitere Personen wurden schwer, sieben andere leicht verletzt.

Update 14.25 Uhr
Die Zahl der Verletzten nach dem zweiten Erdbeben ist auf mindestens 14 gestiegen. Zu den neuen Schäden wurde bekannt, dass weitere Häuser eingestürzt ist. Die genau Anzahl wurde noch nicht festgestellt.

wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen verfügbar sind

Yunnan

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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