Katastrophales Erdbeben (M7.8) in Nepal – Über 6000 Tote in China, Nepal, Bangladesh und Indien – Internationale Hilfe läuft an

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Aktuelle Daten zum Erdbeben befinden sich am Ende des Textes

Originalartikel vom 25. April

Um 8.11 Uhr wurden Nepal und Nordindien von einem sehr starken Erdbeben getroffen. Magnitude 7.8 ist die Angabe von USGS. Das Epizentrum lag 70 km nordwestlich von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Bei Erdbeben diese Größenordnung ist die Bruchfläche meist dutzende Kilometer lang. Je nach Orientierung dieser kann es auch weit vom eigentlichen „Epizentrum“ zu katastrophalen Intensitäten (X) kommen. Erste Twittermeldungen aus Kathmandu nennen eingestürzte Wohnhäuser. Es muss mit vielen Todesopfern gerechnet werden. Auch in anderen Städten von Nepal gibt es Schäden. Die Erschütterungen waren auch in weiten Teilen von Indien (u.a. Neu Delhi, Kalkutta, Mumbai) und Bhutan, sowie Bangladesh und China spürbar.

Es ist das schwerste (und höchstwahrscheinlich tödlichste) Erdbeben in der modernen Geschichte von Nepal.

Hilfsprojekte für die Erdbebenopfer in Nepal

Update 08.55 Uhr:
Drei Starke Nachbeben wurden registriert, Magnitude 5.5, 6.5 und 5.8.

Update 09.20 Uhr
Via Twitter werden erste Meldungen von Opfern aus Kathmandu verbreitet. Große Erdrutsche zerstörten Straßen.

Update 09.26 Uhr
Chinesische Medien berichten, dass in mehreren Landkreisen von Tibet Häuser zerstört wurden. Unter anderem im der Stadt Xigaze, 400 km vom Epizentrum in Nepal entfernt. Opfer wurden bisher nicht gemeldet, jedoch soll es einige Verletzte gegeben haben. Vom chinesischen Erdbebendienst wird das Erdbeben mit Magnitude 8.1 angegeben.

Update 09.32 Uhr
In der Indischen Botschaft in Kathmandu hat es mindestens einen Toten gegeben.

Update 09.43 Uhr
In Indien (nahe der Nepalesischen Grenze) wurde mindestens ein Kind getötet. Auch im Umfeld von Kathmandu starb mindestens ein Kind durch eine umstürzende Statue.

Update 09.54 Uhr
Das Ausmaß der Zerstörung in Kathmandu ist noch nicht ganz bekannt. Viele hunderte,vielleicht tausende Gebäude wurden zerstört, darunter auch einige Hochhäuser wie der Dharara Tower. Allein dort gelten 400 Menschen als vermisst. Viele Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert.
Die Infrastruktur ist nahezu vollständig zusammengebrochen. Der Betrieb am Flughafen Kathmandu wurde eingestellt.
Wie die Schäden in anderen Nepaleisischen Städten sind, ist noch nicht klar. Die Erdbebenstandards sind aber überwiegend niedriger als in Kathmandu, welcher man seit Jahrzehnten ein gewaltiges Erdbeben vorhersagte.
In China werden immer mehr zerstörte Gebäude in viele tibetischen Landkreisen gemeldet. Auch hier wurden dutzende Menschen verletzt. Bisher wurde nur ein Toter aus China gemeldet.

Update 10.05 Uhr
Fast minütlich gibt es starke Nachbeben über Magnitude 5. Jedes dieser Nachbeben kann bereits beschädigte Häuser zum Einsturz bringen und neue Opfer fordern. Auch Nachbeben mit Magnitude 7 sind in den kommenden Tagen möglich. Für die Überlebenden ist die Katastrophe noch lange nicht vorbei.

Die Epizentren der Nachbeben lagen teilweise östlich von Kathmandu, was darauf schließen lässt, dass die Störung, die das Hauptbeben verursachte, direkt nördlich von Kathmandu verläuft.

Update 10.12 Uhr
Schwere Lawinen verursacht durch das Erdbeben könnten am Mt. Everest weiteren Menschen das Leben gekostet haben. Zeugen berichten von gewaltigen Schneemassen, die dort abgingen, wo Wanderer unterwegs waren.

Update 10.20 Uhr
Im Indischen Bundesstaat Uttar Pradesh wurde eine weitere Person bei einem Hauseinsturz verletzt.

Update 10.25 Uhr
Ein chinesischer Tourist wurde in der Stadt Pokhara (Nepal) getötet.

Update 10.30 Uhr
Traurige Meldungen auch aus Bangladesh: In Savar, einer Vorstadt von Dhaka, wurden mindestens 40 Menschen bei einer Massenpanik in einer Fabrik verletzt. Zudem wurden Gebäude, unter anderem die Universität, in Dhaka beschädigt.

Update 10.37 Uhr
Nepalesische Medien geben an, dass es mindestens 30 Tote allein in Nepal gab. Details dazu wurden noch nicht genannt.

Update 10.40 Uhr
Drei Menschen starben durch einstürzende Gebäude im Indischen Bundesstaat Bihar. Ein Toter, sowie 50 Verletzte werden aus dem Bundesstaat Westbengalen gemeldet.
Die Zahl der Opfer steigt damit auf 36.
Inoffizielle Meldungen sprechen von über 80 Toten allein in einem nepalesischen Krankenhaus.

Update 11.00 Uhr
Allein im Indischen Bundesstaat Westbengalen hat es mindestens drei Tote und 90 Verletzte gegeben, darunter 40 Schüler.

Update 11.17 Uhr
Die Zahl der Toten in Uttar Pradesh (Indien) ist auf 5 gestiegen. In Nepal, so berichten Medien, werden 100 Tote befürchtet. 10 Tote in Pokhara sind bestätigt und auch nach der Lawine am Mt. Everest wurden erste Leichen geborgen. Das Basiscamp wurde schwer beschädigt.

Update 11.24 Uhr
Nepalesische Behörden bestätigen 50 Tote, sowie zwei Tote durch die Lawine am Mt. Everest. Lokale Behörden in Kathmandu sprechen alleine dort von 80 Toten. Es gibt so viele Verletzte, dass die meisten auf den Straßen behandelt werden müssen.

Update 11.33 Uhr
Unter den eingestürzten Gebäuden der Hauptstadt wurden weitere Opfer geborgen. Zahl der Toten in Kathmandu steigt damit auf über 150.

Update 11.54 Uhr
Indische Behörden korrigierten die Opferzahlen nach oben. 9 Menschen starben in Bihar, 7 in Uttar Pradesh und 3 in Westbengalen. Über die Zahl der Verletzten wurde keine neue Angabe gemacht.

Am Mt. Everest wurden 30 Menschen durch die Lawine verletzt.

Update 11.58 Uhr
In Bangladesh starben durch das Erdbeben mindestens 2 Menschen. Einige Häuser in Dhaka sind eingestürzt. Mindestens 100 Menschen wurden verletzt, davon viele durch Panik. Dhaka liegt 750 km vom Epizentrum entfernt.

Update 12.04 Uhr
Chinesische Rettungskräfte, die das Katastrophengebiet in Tibet erreicht haben, melden 6 Tote.

Update 12.20 Uhr
Laut Innenministerium 202 Tote in Nepal (davon 2 am Mt. Everest, geographische Verteilung unklar) und mindestens 400 Verletzte.

Update 12.27 Uhr
Ein Nachbeben der Stärke 5.9 in Tibet verursachte neue Schäden. Opfer werden zur Zeit nicht gemeldet.

Update 12:39 Uhr
Reuters meldet, dass es nach inoffiziellen Angaben von Polizisten in Nepal 449 Tote gibt.
Aus Indien werden 23 Tote gemeldet.

Update 12.56 Uhr
Rettungskräfte am Mt. Everest konnten bisher 6 Tote bergen. Darunter sollen drei Chinesen sein.

Update 13.12 Uhr
Zwei Kinder wurden bei einer Panik in einer Schule im Indischen Bundesstaat Jharkhand verletzt. Dutzende Häuser wurden im gesamten Staat beschädigt.
In Bihar ist die Zahl der Toten auf 14 gestiegen. Damit gab es in Indien insgesamt 24 Tote.

Update 13.14 Uhr
Laut Polizei ist die Zahl der Toten in Nepal auf 565 gestiegen.

Update 13.18 Uhr
Chinesische Medien melden, dass in einigen Landkreisen bis zu 60% aller Gebäude zerstört wurden. Die Opferzahl bleibt bei 6 stehen. Auch in Bhutan sollen mehrere Menschen verletzt worden sein.

Update 13.33 Uhr
618 Menschen starben in Nepal, davon 391 allein in Kathmandu.
In China ist die Zahl der Toten auf 7 gestiegen.

Update 16.05 Uhr
Die Gesamtopferzahl nähert sich der Tausend an. Behörden schätzen, dass bis zu 5000 Menschen dem Erdbeben zum Opfer gefallen sein könnten. In ganz Nepal wurde bereits am Nachmittag (Ortszeit) der Katastrophenzustand erklärt. Internationale Hilfe wurde angekündigt.
Indien kündigte Betroffenen und Familien von Opfern Entschädigungszahlungen an.

Am Mt. Everest starben durch die Lawine insgesamt 18 Menschen. Mehrere dutzend weitere wurden verletzt.
Aus den Ruinen des eingestürzten Dharahara Towers in Kathmandu wurden 180 Leichen geborgen.

Die Erdbebenhilfe weltweit hat sich als Ziel gesetzt, die Erdbebenopfer in Nepal mit Spenden zu unterstützen. Sie können über die Homepage direkt Geld spenden oder im zugehörigen Shop einkaufen. Alle Einnahmen werden, sobald möglich, an die Opfer weitergeleitet.

Update 16:22 Uhr
Mit 970 Toten in Nepal, davon 539 allein im Kathmandu Tal, sowie 50 Toten in Nachbarländern ist die Opferzahl vierstellig geworden.

Update 17:35 Uhr
In Indien stiegen die Opferzahlen weiter. 45 Menschen starben in Bihar, 12 in Uttar Pradesh und 3 in Westbengalen.

Update 18:19 Uhr
Weiterhin drastische Korrekturen nach oben. 1500 Tote allein in Nepal werden gemeldet. Wie viele Menschen noch unter den Trümmern in Kathmandu und den vielen kleineren Städten, die teilweise komplett zerstört wurden, liegen, weiß niemand.

Update 26. April 09:25 Uhr
SCHWERES NACHBEBEN!
25 Stunden, nachdem das Hauptbeben Teile von Nepal in Schutt und Asche gelegt hat, wurde ein weiteres schweres Erdbeben registriert. Das deutsche Geoforschunszentrum gibt es mit Magnitude 6.5 an. USGS nennt Magnitude 6.7. Das Epizentrum lag demnach östlich von Kathmandu, eine Region, die bisher von starken Nachbeben verschont blieb. Neue Schäden und Tote durch dieses Erdbeben sind wahrscheinlich.

Update 09:51 Uhr
Rettungskräfte haben in der vergangenen Nacht weitere Opfer geborgen. Bestätigt sind inzwischen 1953 Tote in Nepal.Davon mehr als 700 allein in Kathmandu und 18 am Mt. Everes. Über 4700 Menschen sind verletzt worden.

Update 10.01 Uhr
Das schwere Nachbeben verursachte neue Lawinen an Mt. Everest.

Update 10:19 Uhr
Indien, Sri Lanka und andere Länder konnten bereits Hilfskräfte und Hilfsgüter nach Nepal schicken. Die Vereinten Nationen kündigten ebenfalls Hilfe an.

Update 10.35 Uhr
Neue Schäden durch das Nachbeben (M6.7): Erste Meldungen kommen aus China. In den bereits betroffen gewesenen Regionen in Tibet wurden weitere Häuser teils schwer beschädigt. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Meldungen über neue Schäden in Nepal und Indien gibt es noch nicht.

Unterdessen haben die chinesischen Behörden die Schadenszahlen des Hauptbeben aktualisiert.
18 Menschen starben, 55 wurden verletzt. 4 Menschen gelten noch als vermisst. 1192 Häuser wurden vom Erdbeben zerstört. 5828 weitere wurden beschädigt. 20.000 Menschen sind vom Erdbeben betroffen.

Update 12:20 Uhr
Die Opferzahl in Nepal wird weiter nach oben korrigiert, aktuell steht sie bei 2152. Auch am Mt. Everest. 22 Tote wurden dort mittlerweile geborgen. Weiterhin werden dort 217 Personen vermisst.

Update 12.36 Uhr
Die Vereinten Nationen teilten mit, dass allein in Nepal 6,6 Millionen Menschen (entspricht einem Fünftel der Gesamtbevölkerung) vom Erdbeben betroffen waren.

Update 16.17 Uhr
Auch das schwere Nachbeben heute Morgen hat ein Opfer gefordert. Ein achtjähriges Mädchen im indischen Bundesstaat Rajasthan wurde von einer einstürzenden Hütte erschlagen. 7 weitere Kinder wurden verletzt.
Auch die Opferzahl durch das Hauptbeben ist gestiegen. 4 Tote werden nun aus Westbengalen gemeldet. 13 Menschen starben in Uttar Pradesh, 47 in Bihar. Zudem erlitt eine Frau im Bundesstaat Tripura einen tödlichen Herzinfarkt infolge des Erdbebens.

Update 20:06 Uhr
In Tulsipur (Nepal) wurde beim heutigen Nachbeben ein Mann verletzt, als er in Panik vom Dach eines Hauses sprang.
Mehrere Häuser in der Umgebung von Tulsipur wurden beim Nachbeben zerstört.
Deutlich mehr Auswirkungen hatte das Nachbeben in Indien. Mindestens 6 Menschen starben in den Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh. Drei erlitten Herzinfarkte, zwei starben infolge von Panik (Fahrradunfall, Sturz) und eine Frau wurde von einer umstürzenden Wand erschlagen. Mindestens 26 Menschen wurden in beiden Staaten verletzt. Viele Häuser wurden beschädigt oder zerstört.

wird fortgesetzt

Offiziell:
– 6254 Tote, 13932 Verletzte in Nepal
– 72 Tote, 413 Verletzte in Indien (Uttar Pradesh, Bihar, Westbengalen, Jharkhand, Tripura)
– 26 Tote, 856 Verletzte in China (Tibet)
– 4 Tote, 218 Verletzte in Bangladesh
– Mehrere Verletzte in Bhutan, wie ausländische Medien berichten (nicht von der Regierung bestätigt)

—> Opferzahlen werden weiter ansteigen

(Stand: 01.05. 18:32 Uhr MESZ; Liste wird aktualisiert)

Rot: Herdfläche des Erdbebens (auch: Bereich der Nachbeben)

Rot: Herdfläche des Erdbebens (auch: Bereich der Nachbeben)