Toter bei Erdbeben in San Salvador

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El Salvador – Eine Serie von Erdbeben hat die salvadorianische Hauptstadt San Salvador seit Sonntag getroffen. Am Montagabend (10.) Ortszeit kam es zum bisher stärksten Beben dieser Serie, das nach Angaben der nationalen Erdbebenbehörde Magnitude 5.1 erreichte. Das Epizentrum lag nur 7 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im südwestlichen Vorort Santa Elena.
Im gesamten Stadtgebiet war dieses Beben stark zu spüren. Es kam verbreitet zu Panik und Gebäude wurden evakuiert. An einigen Gebäuden entstanden Schäden, die zur Zeit genauer untersucht werden. Im Umland der Stadt löste das Erdbeben zahlreiche Erdrutsche aus, wodurch mehrere wichtige Hauptstraßen beschädigt wurden. Ein herabstürzender Felsen traf ein fahrendes Auto, wobei eine Person getötet und drei weitere verletzt wurden.
Mehrere dutzend Nachbeben wurden von den Behörden registriert. Mindestens 34 konnten von der Bevölkerung verspürt werden. Bereits am Sonntag hat ein Erdbeben der Stärke 3.5 die Bewohner der Stadt erschreckt.

Nach Angaben des Katastrophenschutzes geht die Erdbebenserie, deren Ursprung in nur wenigen Kilometern Tiefe liegt, auf tektonische Bewegungen zurück. Ein Zusammenhang mit vulkanischer Aktivität besteht demnach nicht. Behörden warnten jedoch vor weiteren Erdbeben in den nächsten Tagen.
Wenige Stunden nach dem Erdbeben traf ein heftiges Unwetter die Stadt, wodurch es zu weiteren Schäden und Erdrutschen kam.

Im Jahr 1986 hat San Salvador eine ähnliche Erdbebenserie erlebt. Beim Hauptbeben der Stärke 5.7, das weite Teile der Stadt verwüstete, kamen rund 1100 Menschen ums Leben.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 11. April 01:53 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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